Buchrezension 150 Euro Woche

Buch Rezension: 150 Euro pro Woche von Michael Knust

Durch meine Kindle Unlimited Mitgliedschaft habe ich die Möglichkeit viele E-Books zu lesen. Mittlerweile habe ich mir von einigen ein Bild machen können und würde gerne hin und wieder ein E-Book hier vorstellen. Heute stelle ich das Buch „150 Euro pro Woche“ von Michael Knust vor. Lohnt es sich?

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Ich persönlich bin immer skeptisch, wenn ich sowas wie „fünfstellige Summe im Monat“ oder „1827,27 Euro im Monat verdienen“ höre. Diese Angaben dienen meist dazu das Interesse zu wecken, damit jemand einen Service, wie ein Webinar oder Online Kurs, kauft.

Der Titel von Michael Knust verspricht 150 Euro pro Woche. Die Aufmachung ist sehr schlicht gehalten. Das Cover ist ok, aber nichts besonderes. Ich finde, dass es auch eher um den Inhalt geht.

Direkt in der Einleitung verspricht der Autor, das man nicht mehr Zeit investieren muss, als der Ertrag wert ist, das es sich um ein seriöses Nebeneinkommen ohne großes Startkapital handelt und man sogar noch Spaß dabei hat. Das hört sich ja schon fast zu gut an.

Second Hand Handel 2.0

Nach den ersten Seiten wird klar, dass es sich dabei um einen 2nd Hand Handel handelt. Also der Kauf und Wiederverkauf von gebrauchten Produkten. Im Prinzip fährt man auf einen Flohmarkt und kauft dort Bücher und DVDs und verkauft diese dann an einen Online Händler wie Momox oder Rebuy. Die Händler werden selbst nicht genannt, aber darauf läuft es hinaus.

Der Autor geht davon aus, dass man ein Buch auf dem Flohmarkt für 1 Euro kauft und im Internet für 7 Euro wieder losschlagen kann. Gerade Sachbücher sollen hier den großen Profit bringen.

Meine Beispielbücher

Jetzt bin ich neugierig. Habe ich doch als Softwareentwickler einige Bücher im Regel. Ich habe mir drei relativ aktuelle Bücher herausgesucht und schaue mich also mal auf Momox und Rebuy um.

BuchAmazon PreisgekauftMomoxRebuy
Think Content29,90 EuroMärz 201413,74 Euro13,13 Euro
Men's Health Muskelbuch26,99 EuroMärz 20145,05 Euro10,97 Euro
Fotografie al dente29,95 EuroMärz 20156,34 Euro1,58 Euro

Hier sind schon wahnsinnige Unterschiede zu sehen. Zusammengenommen ergibt sich aber ein relativ ausgeglichener Betrag. Wer also bei beiden Händlern verkauft, der kann seinen Gewinn noch steigern.

Der Flohmarkt Test

Ich habe mich auf dem Flohmarkt mal umgesehen. Think Content und Fotografie al dente sind wohl zu speziell und ich konnte sie dort nicht finden. Das Men’s Health Muskelbuch kostete bei einem Flohmarkt Händler 12,00 Euro. Da ich nicht doof bin, wollte ich natürlich handeln und bot ihm 7 Euro. Das wären immer noch ein Gewinn von fast vier Euro, wenn ich das Buch bei Rebuy losschlagen kann. Der Flohmarkt Händler hätte sich auf 10 Euro runterhandeln lassen. Mehr ginge nicht, sagte er mir. Als ich ihn fragte, ob man nicht doch noch was machen kann, sagte er mir, dass das Buch bei einem Online Händler gebraucht für 11 Euro zu bekommen ist. Ups! Die Flohmarkt Händler kennen die Internet Preise? Was ich schon vermutet habe, hat sich hier bestätigt.

Ok, Michael Knust erwähnt in seinem Buch auch, dass wir besser bei Leuten stöbern, die ihren Haushalt auflösen. Richtige Händler bringen kaum etwas ein.

Zweifelhafter Mehrwert

Als Tipp bekomme ich noch, dass ich ja auch meinen eigenen Haushalt nach Schätzen durchsuchen kann. Und, was ich etwas lustig fand: Es entsteht schon ein Mehrwert dadurch, dass ich ja die Möglichkeit habe, die DVD oder das Buch auch nutzen könne, bevor ich es weiterverkaufe. Ok, darauf wäre ich jetzt auch ohne ein E-Book für 2,99 Euro gekommen.

Diese Rezension habe ich verfasst, während ich das Buch gelesen habe. Und wie ich es am Anfang schon erahnt habe, komme ich jetzt zu dem Punkt wo Momox und Rebuy vorgestellt werden.

Anlage Tipps und Interview

Weiter geht es im Buch mit dem Thema „Was mache ich mit dem Reichtum“. Das steht zwar so nicht drin, aber ich erhalte Tipps, wie ich das Geld am besten wieder anlege. Mir ist jetzt nicht ganz klar wohin die Reise im Buch geht. Kaum habe ich mich wieder gefangen, kommt plötzlich eine Passage mit einem Interview(!). Interview in einem Buch? Naja, seitdem jeder ein Buch auf Kindle verkaufen kann, ist ja so ziemlich alles möglich.

Das letzte Drittel, der ca. 36 Seiten, des Buches ist dann Werbung für weitere E-Books von Michael Knust auf Amazon. Diese sind ebenfalls auf Amazon nicht sehr gut bewertet worden.

Fazit

Hätte ich das E-Book nicht kostenlos über Amazon Kindle Unlimited lesen können, hätte ich mich jetzt geärgert. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Autor seine Bücher einfach so hin rotzt ohne sich wirklich Gedanken zu machen ob seine Phantasien auch in der Realität funktionieren. Sicherlich lässt sich mit dieser Methoden etwas Taschengeld nebenbei verdienen, aber ist auch mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Flohmärkte machen in der Regel sehr früh auf. Da muss man dann schon direkt da sein. Wenn man pro Buch etwa drei Euro Gewinn macht, dann muss man schon 50 Bücher kaufen und auch verkaufen. Das wird selbst auf einem großen Flohmark schwierig. Es müssen ja auch die richtigen Bücher sein.

Auch habe ich im Buch nirgends den Hinweis gefunden, dass man ein Gewerbe anmelden und gegebenenfalls auch Steuern zahlen muss. Was hier gemacht wird, ist eine gewerbliche Tätigkeit. Bei 150(!) Euro in der Woche geht das schon über ein Hobby weit hinaus. Hier wird ein Handel betrieben.

Alles in allem kann ich das Buch nicht empfehlen, so gern ich es auch wollte. Wer ein Kindle Unlimited Abo hat, der kann es sich gerne kostenlos anschauen. Für 2,99 Euro würde ich es mir nicht kaufen.

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Über den Autor Dirk Helbert

Dirk Helbert ist Senior Web Developer und interessiert sich leidenschaftlich für Nischenseiten und Online Marketing.

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